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havoered Re:Und los gehts mit dem Knauser nach Dänemark 2016

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16. Reisetag Sonntag, der 24.07.2016

Heute, absoluter Faulenzertag, einzig die Radtour am Morgen zum Super Spar um Brötchen zu holen bot etwas Abwechslung. Am Nachmittag, dann nach Tversted, mit den Hunden den dortigen Hundewald auf den Kopf stellen und umgraben lassen und anschließen noch an die Blaue Eisbude um ein kleines Eis einzuverleiben. Das war es auch schon, keine Einkäufe, keine Besuche, einfach nur das schöne Wetter vor dem Wohnmobil genießen und den Betrieb im Hafen beobachten, wo es immer was zu sehen gibt. Da für den kommenden Tag eine Kuttertour zum Hochseeangeln auf die Nordsee verabredet war, hieß es dann auch schnell recht frühzeitig am Abend, Licht aus und Ruhe im Knauser.

17.Reisetag, Montag der 25.07.2016

Oh Neiiiiiiiiiin 5:30 Uhr am frühen Morgen, mein Handy klingelt, oder besser gesagt der Wecker im Handy. Da ich die hohen Frequenzen im Handy nicht höre, war es meine Lieblingsbeifahrerin, die mir mit einem Stoß in die Rippen zu verstehen gab, es ist Zeit zum Aufstehen, schalt den Wecker aus.

Warum muss die Angeltour auch so früh starten. Aber was soll es, ich habe ja schon lange genug darauf gewartet. Schnell raus aus den Federn, Wasser ins Gesicht, den Kamm durch die Haare und dann schnell den VW Bus gestartet, welchen ich am Abend vorher schon mit meinen Angelsachen gepackt hatte.

Heute musste meine Lieblings Knauser Beifahrerin, sich selbst auf das Fahrrad schwingen um an die Brötchen zu kommen, da der Super Spar in Albeak erst um 7:00 Uhr öffnet und ich da schon in Hirtshals sein wollte.

Die rund 30 Kilometer nach Hirtshals sind eigentlich recht schnell abgefahren, allerdings ist in den frühen Morgenstunden mit sehr viel Wild auf der Fahrbahn zu rechnen, besonders, wenn man wie ich kleine Nebenstraßen befuhr. So hatte ich das Glück und musste vor einem Rudel Rehe abbremsen, welche sich mit ca. 20 Stück im Straßengraben befand um an den dortigen Büschen zu knabbern. Keine 500 m weiter kreuzte wieder ein Rudel Rehe die Straße komplett, aber da ich nur 60 km/h fuhr, kein Problem, weder für mich noch für die Tiere. Vereinzelt dann noch einige Einzelgänger, sowie einige Füchse und Kaninchen und zum Abschluß kurz vor dem Ziel, noch ein Marderhund, der nur knapp einem Anstoß mit dem VW Bus entkam.

Gegen 6:45 kam ich dann am Hafen in Hirtshals an, eigentlich noch zu früh. Also schnell noch zum Bäcker in der Stadt gefahren und dort am Hintereingang geklopft. Die Tür öffnete sich auch schnell und die freundliche Bedienung, die mich schon seit Jahren kennt, schmierte mir ruckzuck auch schon 2 Brötchen mit Butter und belegte diese mit Käse. Ein Service, der einem nicht überall geboten wird. Außer den Brötchen wanderten auch noch 2 Kringel mit Mandel, reichlich süß, in die Tüte. Tak og Farvel und schon war ich wieder wech, nachdem ich der Bedienung noch die passenden Kronen gab.

Am Angelboot angekommen, musste ich feststellen, dass ich obwohl ich zeitig da war, eigentlich doch zu spät gekommen bin. 7 Angelkollegen hatten sich bereits auf dem Schiff eingerichtet und ihre Plätze bezogen, so blieb mir nur noch die Wahl, Steuerbord, oder Backbord, Mittschiffs, oder eher etwas nach hinten einen Platz zu belegen. Ich entschied mich für einen freien Platz ziemlich im Heck des Kutters, welcher noch frei war.

Da der Kutter nur maximal 12 Angler mitnimmt, hat eigentlich jeder gut Platz an der Reling, wobei die Plätze direkt im Bug oder direkt im Heck den Vorteil bieten, dass man je nach Trift sowohl gegen die Treibrichtung, oder auch mit der Treibrichtung des Bootes auswerfen kann, was zum Teil ein entscheidender Vorteil sein kann, je nachdem wie Wind und Strömung sich bewegen.

Glücklicher Weise habe ich mein Gerät in den letzten Jahren recht stark reduziert und schleppe nur noch eine kleine Angelkiste und 3 Ruten mit. Mit der Zeit wird man halt schlauer und stellt fest, das man auch mit wenig Zeug erfolgreich angeln kann, wenn man nur seinem Gerät vertraut. Somit bekam ich auf dem eingeengten Platz dann auch keine Platzprobleme, da später auch noch zwei Körbe für die Fische dort untergebracht werden mussten.

Anders der Kutterkapitän, den ich nun schon seit rund 20 Jahren kenne begrüßte mich freundlich und berichtet mir, das heute 3 Tysker an Bord sind und 5 Dänen, wobei die Dänen mir schon von früheren Angeltouren bekannt waren.

Eigentlich wollten wir weiter raus auf die Nordsee, aber da der Seewetterbericht Windstärke in Boen von 5 bis 6 BFT aus Süd West voraussagte, zog es Anders vor in Landnähe, so mit 2 SM Abstand seine Fangplätze anzufahren.

Somit waren wir weit genug draußen um dem Wellenschlag durch die Brandung an der Küste zu entgehen und nahe genug an der Küste, um bei stärker werdendem Seegang die Rückreise anzutreten.

Nach kurzem Schnack mit den anderen Angelkollegen, machte ich mich daran, meine zwei Angelruten fertig zu machen, mit denen ich heute angeln wollte. Ich habe mein Zeug gerne fertig, bevor der Kutter den Hafen verlässt, da es bei der eineinhalb Stunden währende Fahrt bis zu den ersten Fangplätzen doch immer einiges zu sehen gibt.

Als wir den Hafen verließen, sah die See recht ruhig aus, kein großer Seegang war zu sehen, was aber auf der Nordsee nichts heißen will. So sollte es auch den ganzen Tag bleiben.

Die 3 deutschen Kollegen bestaunten ungläubig meine leichten Angelruten, mit den ebenso leichten Angelködern und wurden von den dänischen Kollegen aufgeklärt, dass ich damit immer meine Fische fange. Während ich mit Anders in der Kajüte über alles möglich sprach, was bei uns seit unserm letzten Treffen so alles passiert ist.

Das wir mit dem Womo in Dänemark waren hatte er schon von einem Freund von mir gehört, er wollte sich unseren Knauser gerne einmal ansehen, was ich auch gleich zu einer Einladung nutzte. Ein Termin war für den nächsten Nachmittag auch schnell gefunden, da der Wind für den kommenden Tag mit 8-9 BFT bei ihm keine Ausfahrt zuließ.

Nach knapp 90 Minuten Fahrzeit ertönte dann auch zum ersten mal das Horn, welches signalisierte, dass mit dem Angeln begonnen werden kann. Bereits bei der ersten Abtrifft konnte ich zwei schöne Dorsch landen, sehr zum erstaunen meiner deutschen Kollegen, die es immer noch nicht glauben wollten, das ich mit 30 g leichten Ködern, Fische im rund 35 m tiefen Nordseewasser am Grund fangen konnte.

Die zwei Dorsche sollten für diesen Tag nicht die einzigen sein, die in meinem Korb landeten.
Ich hörte nach dem achten Dorsch, einem Köhler, sowie zwei Makrelen, einem Knurrhahn und einem Tintenfisch mit dem Angeln auf, da mir die Fische für die nächsten Tage reichen sollten und auch noch einige Filets auf Eis die Heimreise antreten sollten. Noch dazu wo die Dorsche in der Größe von 50 bis 88 cm und der Köhler mit 90 cm sehr schöne Filets ergaben. Damit war ich an diesem Tag der erfolgreichste Angler an Bord, da auf die schweren Pilker der Kollegen so gut wie nichts anbiss. Dies änderte sich erst, als Anders um die Mittagszeit näher unter Land fuhr und dort auf Makrelenschwärme stieß, welche auf die Vorfänger an den schweren Pilkern der Kollegen anbissen.

Da mir Makrelenangeln auf dem Kutter zu stressig ist und ich schon meine Ration Fische gefangen hatte, begann ich diese zu filetieren und mein Angelgerät einzupacken, lange bevor das Horn, mit einem dreifachem tuten das Ende des schönen Angeltages verkündete.

Da ich bei der anderthalb stündige Rückfahrt über nichts mehr zu tun hatte, genoss ich die Rückfahrt und unterhielt mich mit den Kollegen, die sich jetzt eingehender über meine leichte Angelart informierten.

Bevor ich dann an den Knauser zurück fuhr, kehrte ich noch schnell am Hafenkiosk in Hirtshals ein, wo es die wohl besten Hamburger in Dänemark gibt. Knackige, knusprige Brötchen, dick belegt mit viel Salat, Gurken, pikanten Sossen und einer saftigen Frikadelle. Aber nicht an meine Lieblings Knauser Beifahrerin verraten. Das ist bei mir schon so Usus und beendet für mich immer eine gelungene Angeltour in Hirtshals.

Danach ging es wieder zurück zum Knauser, wo mich meine Lieblings Knauser Beifahrerin und die drei Hunde schon sehnsüchtig und gespannt auf meinen Fang erwarteten.

2 große Filets wurden von meiner Lieblings Knauser Beifahrerin sofort paniert und für das Abendessen zusammen mit Butter in die Pfanne geklopft. Für die Hunde gab es als Rohkost die angefallenen Bauchlappen der Fische, wofür unsere Wau`s sogar ihre Leberpastete stehen lassen.

Glücklicher Weise hatten wir auch noch einige gegraben Kartoffeln vom Stellplatz in Lökken übrig. Welche zusammen mit einem grünen Salat zu dem frischen Fisch herrlich schmeckten.

So frisch bekommt man Fisch bei uns in der Region zu Hause, ja leider nicht. Direkt aus dem Wasser, sofort betäubt und abgestochen, gleich danach ausgenommen, auf Eis gelegt und bereits kurze Zeit später filetiert, ein Traum. Dafür lassen wir jedes Steak gerne liegen.

Da die Seeluft ihren Teil dazu beitrug, war der Abend nach ein paar Gläsern Rotwein und zwei, drei, Runden Kartenspiel auch schnell beendet und es hieß dann wieder, Licht aus und Ruhe im Knauser.


Die Hurtigfähre nach Norwegen, wirft ganz schön Wasser auf Noch sind die Körbe leer, der Seegang lässt auf guten Fang hoffen Es fängt ja gut an, die ersten Dorsche im Korb Tintenfisch, nicht so oft Gast an der Nordseeküste Es wird Zeit aufzuhören, der zweite Korb füllt sich  mit einer bunten Strecke
In einem Land, in dem die Sonne tief steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten
geschrieben am: 05-09-2016
| Zitat | Antwort |
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